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Ein spezieller Tag für die „besten Freunde des Menschen“

2011-06-07 00:00 (Kommentare: 0)

Die Mitglieder führten mit ihren Hunden verschiedene Elemente der Hundeausbildung vor. Die Vierbeiner zeigten unter anderem Teile aus den Prüfungen zum Begleit- oder Schutzhund. Dabei ging es nicht nur um Gehorsam, auch gefährlichere Manöver wurden gezeigt. Marita Fleischer ließ ihren Schäferhund auf den geschützten Arm ihres eigenen Mannes los. „Der Hund sieht dabei nicht den Menschen dahinter“, erklärt sie, „für ihn zählt nur der Schutzärmel als Beute.“

Der Verein sei aber keine Hundeschule, betont Günter Fleischer. „Zu uns können Hunde aller Rassen kommen.“ So zeigten auch andere Hunde wie der Leonberger „Askan“ ihr Können an Wippe oder Tunnel. Um das Vereinshaus herum, welches zu Anfang der 50er Jahre in Eigeninitiative erbaut wurde, fanden sich trotz Wärme genug schattige Plätze, sodass Besucher und Mitglieder nach den Vorführungen ins Gespräch kamen. „Unseren Verein gibt es schon seit über 60 Jahren“, berichtet Vereinsurgestein Günter Fleischer. Früher wurde sogar Leistungssport betrieben. „Seit 1990 gibt es uns als eingetragenen Verein“, berichtet er. „Allerdings wurden es nach der Wende weniger Mitglieder. Also haben wir uns entschlossen, alle Rassen in den Verein eintreten zu lassen“. Für die Mitglieder des Hundesportvereins steht der Spaß immer an erster Stelle. „Deshalb bauen wir immer zuerst Vertrauen zu Hunden auf, bevor wir ihnen Gehorsam beibringen“, erklärt Fleischer.

Doch er hat nicht zu allen Hunden Vertrauen. Wenn er zum Beispiel unangeleinte Vierbeiner in der Stadt sieht, ärgert ihn das sehr. „Ich leine meinen Hund ja auch an, selbst wenn er immer auf mich hört“, sagt er. Es könne schließlich stets passieren, dass der Hund durch etwas erschreckt wird. So könnten schlimme Unfälle entstehen. Es gehe dabei um die Sicherheit von Tier und Mensch, sind sich alle einig.

Und auch Hundehäufchen in der Stadt stören. „Deshalb haben wir beim Gassi gehen immer Beutel parat“, sagt Monika Jendrny. Außerdem seien in und um Jüterbog genug Plätze, um Hunde frei herum laufen und spielen zu lassen. „Auf das Verhalten von anderen Hundehaltern haben wir leider keinen Einfluss“, sagt Günter Fleischer. Oft bekomme er sogar Antworten wie „Was geht Sie das an?“, wenn er Bürger auf etwas hinweise. „Das Rechtliche liegt jedoch bei der Stadt“, sagt der Vereinsvorsitzende Gerd Fermann. In größeren Städten achten die Ordnungsämter viel mehr auf solche Dinge. „In Berlin kostet das manchmal sogar richtig viel Geld“, ergänzt er. „Wir als Hundesportverein können da nur Vorbilder sein“.

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