Berliner Hundeauslaufgebiete > Aktuelles > News aus aller Welt

Ausbildung zum Blindenführhund

2011-06-06 00:00 (Kommentare: 0)

Was hat Sie zu dieser Arbeit bewegt?

Ich bin jetzt seit 11 Jahren Trainerin und mir war es einfach wichtig, mit Menschen und Tieren zusammen zu arbeiten.

Die Ausbildung selbst dauert acht bis zwölf Monate und danach fährt man für vier Wochen an den Wohnort des Blinden und arbeitet den Hund ein.

Und wo genau müssen Sie dann hin?

Das ist in ganz Deutschland verteilt. Einmal habe ich einen Hund in Berlin eingewöhnt und dann musste ihm erst mal beigebracht werden, wie das mit der U- und S-Bahn abläuft.

Wie viele Hunde haben Sie schon ausgebildet?

So einige. Also, man hat normal so circa drei Hunde gleichzeitig und die Ausbildung dauert, wie schon erwähnt, acht bis zwölf Monate.

Was macht Ihnen in diesem Beruf am meisten Spaß?

Alles – die enge Arbeit mit den Hunden, draußen zu sein, verschiedene Menschen kennenzulernen und man kommt auch viel herum.

Was muss man als Pate eines Welpen beachten?

Mit acht Wochen kommt der Hund in die Patenfamilie, bis er ein Jahr alt ist. Er sollte gehorsam und stubenrein sein. Die eigentliche Blindenführhundausbildung übernehmen ja wir Trainer.

Welche Rassen sind am besten für die Ausbildung geeignet?

Hauptsächlich Labrador und Schäferhund, aber es gibt auch Königspudel und Labradoodle (Labrador-Pudel-Mix).

Wenden sich die Leute mit Sehbehinderung an Sie, um einen Führhund zu kriegen?

Nicht direkt. Erst geht man zum Augenarzt, macht einen Sehtest und lässt sich quasi ein Rezept für einen Blindenhund ausstellen. Alles Weitere läuft über die Krankenkasse, die testet auch, ob man einen Hund halten kann. Schließlich ist es kein reines Arbeitstier, sondern auch ein Haustier und Spielgefährte.

Was genau lernen die Hunde bei den Blindenführhundtrainern in der Ausbildung?

Die Hunde lernen insgesamt 40 Hörzeichen, sie können Hindernissen problemlos ausweichen und wir machen mit ihnen Suchaufgaben wie „Such Ampel“. Wenn wir mit ihnen trainieren, tragen sie das Führgeschirr, dann wissen sie automatisch, dass jetzt Arbeit angesagt ist. Sie gehen nicht zu anderen Hunden oder lassen sich sonst irgendwie ablenken.

Zurück

Einen Kommentar schreiben