Hundehaufen im Wahlkampf - alle Jahre wieder ....
(Kommentare: 5)
Sind Hundehaufen nur ein willkommenes Abblenkungsmanöver im Wahlkampf, das die Politik eigentlich gar nicht wirklich beseitigen möchte ?!
Aktuell durften wir wieder vermehrt Zeitungsartikel lesen, in denen das Thema Hundehaufen angeprangert wird, egal ob ein aktueller 'Hundehaufenatlas' veröffentlicht wird, oder auf Kosten der Steuerzahler ob diesen weltbewegenden Problems extra sogenannte Experten aus anderen Ländern eingeflogen werden mussten.
Auffällig dabei ist, dass diese 'News' im regelmäßigen Abstand kurz vor der Wahl (oder auch im alljährlichen Sommerloch, wobei dies meistens den blutrünstigen Kampfhunden vorbehalten ist) hervorgezaubert wird.
Und dies, obwohl sowohl in Berlin genügend Geld aus jährlich 10 - 12 Mio € Hundesteuereinnahmen zur Verfügung steht, und auch technisch das Thema seit vielen Jahren als gelöst betrachtet werden kann.
Warum diskutiert man also noch, und widmet sich nicht endlich der Lösung des Problems ?!
Schon 1998 habe ich in illustrer Runde selbsternannter Experten aller Parteien den Vorschlag unterbreitet, mir 20% der Hundesteuereinnahmen als Budget zur Verfügung zu stellen, und ich sorge dann auf dieser Basis für eine weitgehend hundehaufenfreie Stadt.
Angebliche Gegenargumente, unsere Steuereinnahmen würden nicht zweckgebunden ausgegeben werden, dokumentieren in meinen Augen nur das wahre Ansinnen, mit diesem Thema dem geneigten Bildleser immer wieder einen schönen polemischen Brocken im Wahlkampf hinwerfen zu können, der von der eigenen politischen Unfähigkeit bei wirklich schwerwiegenden Themen ablenkt - und ich glaube da haben wir Berliner im Jahre 2011 genügend Topics, wenn ich an das Bildungsdesaster eines Herrn Zöllners, an die praktische Kapitulation der Wirtschaftspolitik eines Herrn Wollfs oder an die vollkommen gescheiterte Sozialpolitik von Rot/Rot im allgemeinen Denke.
Also, sind Hundehaufen nur ein willkommenes Abblenkungsmanöver im Wahlkampf, das die Politik eigentlich gar nicht wirklich beseitigen möchte ?!
Ergänzung: Einen 'verwandten' Beitrag hierzu findet ihr hier
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Kommentar von Benz | 2012-01-10
Ich glaube ihr vergesst, dass dies eine Luxussteuer ist. Das bedeutet, LUXUS ist unser Hund den wir uns halten. Zu den Haufen kann ich nur sagen, sehr traurig, dass die Einstellung immer mehr Hand annimmt,denn die Leute schmeißen auch ihren Müll mehr und mehr aus dem Fenster oder lassen ihn da fallen wo sie gehen und stehen. Traurig für Berlin und nicht nur für Berlin, sondern im allgemeinen,für die ganze Einstellung.
Kommentar von Thorsten Hofmann | 2011-08-24
Hallo Sergio, stimmt, meine Müllbeutel wie auch Mülltonne muss ich selbst bezahlen - im Gegensatz dazu erwarte ich aber auch, dass der Müll bei mir zu Hause für das Geld abgeholt wird. Wenn ich KFZ-Steuer bezahle, erwarte ich auch, dass für das Geld Straßen gebaut werden und ich nicht noch den Teer selbst kaufen muss etcetc - also, zwischen 10 und 12 Mio € Steuereinnahmen sind vorhanden, dafür dürfens dann auch durchaus ein paar Centartikel im Sinne einer lebenswerten Stadt für alle sein - meine Meinung !
Gruß, Thorsten Hofmann
Kommentar von sergio | 2011-08-24
Ich erlaube mir mal, den Eintrag von Sergio aus einem anderen verwandten Beitrag ( http://www.berliner-hundeauslaufgebiete.de/index.php/news-aus-berlin-leser/items/bezirke-kapitulieren-vor-dem-hundedreck.html ) hier einzustellen, weils gut her passt:
Sergio schrieb am 23.08.:
entschuldigung aber das verstehe ich nicht...wieso braucht es auch noch steuerlich subventionierte beutelspender??? wieso können die hundebesitzer_innen nicht einfach so ein 1cent-beutelchen bei jedem gassi gang mitnehmen...und vorher selber kaufen??? verstehe ich wirklich nicht...meine müllbeutel kaufe ich doch auch selbst und schmeiß den müll nicht auf die strasse weil es keine müllbeutelspender in meinem hof gibt...tsstsstss
Kommentar von Mimi | 2011-06-10
Mir geht das auch unheimlich auf die Nerven - hab schon überlegt, die Zeitung abzubestellen - da fliegen Atomkraftwerke in die Luft, die Leute sterben an EHEC, Menschen werden in UBahnen erschalgen - und was ist unser Problem - Hundehaufen ! Den Leuten scheints echt zu gut zu gehen, sonst könnten sie sich über so einen Müll nicht aufregen - Berlin wird immer mehr zum Dorf, auch was das Denken betrifft - echt traurig !
Kommentar von Hildegard Bayer | 2011-06-08
Danke, ich glaube dies trifft den Nagel auf den Kopf ! Ich ärgere mich über das Thema auch schon seit Jahren, als Hundebesitzer ist man immer der Dumme, fleißig zahlen, aber nichts als Gegenleistung bekommen. Aber gibt es denn eine politische Alternative zu den regierenden Parteien ?